WILLKOMMEN!
GRENNA MUSEUM - ANDRÉEXPEDITIONEN POLARCENTER
NOMINIERT ZUM JAHR-MUSEUM 2010

Hintergrund
Die Stiftung Grenna Museum wurde mit dem Andréemuseet im Jahre 1977 vom Heimatverein Grenna Hembygdsförening und der Gemeinde Jönköping gegründet. Der Heimatverein war 1912 ins Leben gerufen worden und verfolgte seit seiner Entstehung umfassende Ziele. Der Verein erwarb nicht nur Gegenstände und Gebäude, sondern führte auch ganz unterschiedliche Aktivitäten durch. Hatte man zunächst fast ausschließlich auf ehrenamtliche Ressourcen zurückgegriffen, wurde in den 1970er Jahren immer deutlicher, dass man eine Ganztagskraft einstellen musste. Olof Fong war der erste Angestellte der Stiftung. Er war in der schwedischen Heimatpflege ein Nestor, der sich in Gränna sowohl für Museums- als auch Tourismusfragen einsetzte.


Gegenwartä
Im Mai 2002 bezog die Stiftung Grenna Museum neu gebaute Räumlichkeiten: Grenna Kulturgård. Diese Kulturinstitution beherbergt auf zwei Etagen das Museum, das Touristenbüro, eine kommunale Bücherei und die Bibliothek des Internates von Gränna. Grenna Kulturgård liegt an der Stelle des früheren Museums Andréemuseet, dessen Sammlung jetzt in den bedeutend größeren Räumen untergebracht ist.
Mit dem Umzug änderte man auch Logotyp und Namen. Grenna Museum markiert unseren Sitz und unseren Ausgangspunkt - die Beschäftigung mit der Lokalgeschichte. Andréexpeditionen drückt aus, dass wir nach wie vor ein Andrée-Museum sind. Polarcenter schließlich kündigt eine neue Nische an: Ausgehend von S. A. Andrées weltberühmter Polarexpedition und unserer Sammlung von Gegenständen dieser Forschungsreise schildern wir auch andere Expeditionen in die Arktis und Antarktis. Außerdem halten wir unsere Besucher auf dem neuesten Stand in Sachen aktueller Polarforschung.
Die Ausstellungsfläche des Museums ist fast dreimal so groß wie früher. Am meisten Platz wurde, im Untergeschoss, den Abteilungen Andréexpeditionen und Polarcenter eingeräumt. Im Erdgeschoss, das Sie von der Straße Brahegatan her betreten, liegt auf einer Fläche in der Gröe des alten Museums die Ausstellung zur Lokalgeschichte.
Im Dorf Röttle betreiben wir die Rasmus-Mühle und auf dem Berg Grännaberget liegt unser Freilichtmuseum mit mehreren kulturhistorisch bedeutsamen Gebäuden.


Willkommen!


Håkan Jorikson
Museumschef



Die Ausstellung zur Lokalgeschichte
beschreibt die Vergangenheit Grännas und der Umgebung von Gränna. Sie ist vor allem thematisch aufgebaut, auch wenn der Teil über die ersten Siedler und das Mittelalter den Anfang macht. Die Grafschaft Visingsborg – Schwedens größte Grafschaft im 17. Jahrhundert – bekam eine eigene „Ecke“. Die Stadt wird innerhalb der fiktiven Grenzen dargestellt und dem ländlichen Gebiet um Gränna wurde ein Abschnitt zum besonderen Naturwert der Region gewidmet.
Beim Lichtschacht des Museumsgebäudes liegt eine Abteilung über die Entwicklung des Tourismus in der Region. Es folgt der Abschnitt „Der unfreiwillige Tourist“, der sich mit denjenigen Menschen beschäftigt, die ihre Heimat wegen Krieg und Verfolgung verlassen mussten und sich als Kriegsgefangene oder Flüchtlinge in der Gegend von Gränna befanden.
Das Vätternschwert zählt zu den besonders interessanten Gegenständen in der lokalgeschichtlichen Ausstellung. Es handelt sich um ein nahezu unversehrtes Schwert aus dem 15. Jahrhundert, das ein Fischer im Sommer 2000 samt Scheide zwischen Gränna und Visingsö in seinem Netz aus dem Vättern zog. In der Grafschaftsecke finden Sie mehrere Modelle der Herrschaftsgebäude der Grafschaft. (In natura können Sie die interessanten Ruinen von zwei der drei Bauwerke besuchen.) Bei den Modellen wird eine digitale Animation zu Errichtung und Brand der Residenz Visingsborgs slott gezeigt. Dort finden Sie auch eine Puppe, die den Leibwächter des Grafen fast lebensecht darstellt. Eine entsprechende Puppe gibt es bei der Filmecke, in der u. a. Wochenschau-Ausschnitte gezeigt werden. Das ist die Bonbonküche von Amalia Erikson. Sie sehen die „Mutter der Zuckerstange“ zwischen Töpfen und Süßigkeiten stehend. Wir zeigen auch kurze Dokumentarfilme über das Eisangeln auf dem zugefrorenen Vättern 1940 sowie über den Untergang des Dampfers Per Brahe im Jahre 1918. (Übrigens willkommen an Bord – wir garantieren Seetüchtigkeit!)
Wechselausstellungen werden sowohl in der Galerie als auch in der Ausstellung zur Lokalgeschichte gezeigt.

Der Bereich Andréexpeditionen
widmet sich einer der berühmtesten Forschungsreisen überhaupt: S. A. Andrées Polarexpedition im Jahre 1897. Im Museum werden Gegenstände, Dokumente und Fotografien der Expedition aufbewahrt und in der Ausstellung präsentiert. Es handelt sich um die größte schwedische Sammlung zur Polargeschichte. In der Ausstellung erwarten Sie außerdem interaktive Stationen: Sie können in Auszügen aus dem Expeditionstagebuch blättern und lesen, sich auf den Inseln Danskö (Startplatz der Expedition) und Vitö (letztes Lager, in dem man 1930 die Toten entdeckte) umsehen sowie den Landeplatz auf dem Eis am 14. Juli 1897 erkunden. Die Station zu Vitö basiert übrigens auf Nils Strindbergs Fotografien, von denen Sie auch viele als Collage in der Ausstellung finden. Bei der „Eisscholle“ haben Sie die Möglichkeit, sich zwischen Expeditions-Boot und -Zelt mit Tieren und Geräuschen der Arktis vertraut zu machen. Dort können Sie auch Filme über die Arktis und die Expedition anschauen. In der Mitte des Raumes steht ein Ballonkorb und wartet nur darauf, abzuheben …


Andréexpeditionen ist ein Teil des
Polarcenter
Das Polarcenter beschäftigt sich mit historischen und modernen Expeditionen in die Arktis und Antarktis. Wir verfolgen die Ergebnisse der Forschung und vermitteln sie den Museumsbesuchern. In der Leseecke finden Sie umfassende Informationen zu den Polargebieten und zu aktuellen Forschungsbemühungen. Dort können Sie sich auch in die Norwegisch-Britisch-Schwedische Antarktisexpedition 1949–1952 versetzen und die wahrscheinlich größte schwedische Sammlung von Gegenständen dieser Forschungsreise betrachten. Zu Ihrer Orientierung haben wir Karten von Arktis und Antarktis aufgearbeitet. Sie zeigen Expeditionsrouten und Forschungsstationen und verdeutlichen die Distanzen und die Größe der geografischen Gebiete.
Im Polarcenter werden auch Wechselausstellungen gezeigt.



STIFTUNG GRENNA MUSEUM
ÖFFNUNGSZEITEN, EINTRITTSPREISE


Museum, öffnungszeiten:
1. Jan.-31. Dez. : 10-16 Uhr
16. Mai-31. Aug. : 10-18 Uhr
Achtung! 25 Juni, Mittsommerabend 10-15 Uhr

Geschlossen 24., 25., 31. Dez. sowie 1. Jan.

Museum, Eintrittspreise
Einzelpreise:

Erwachsene: 50:-
Kinder 7-15 Jahre: 20:-
Familie 2+3: 120:-
Schüler, Studenten/Rentner 30:-


Gruppe, mindestens 15 Personen

Erwachsene: 30:-
Kinder: 15

Führung:
20 min. / 40 min.

Werktag 200:- / 400:-
Abend & Wochenende + 400:-



Rasmus-Mühle in Röttle, öffnungszeiten
1. Mai-30. Sept. : öffnung auf Anfrage
2,13,23 Mai: 13-16 Uhr
15. Juni-8. Aug.: Di. 13-16 Uhr, Sa. 13-16 Uhr, So. 13-16 Uhr


Rasmus-Mühle, Eintrittspreise
Erwachsene 20:-
Kinder frei


Führung (inkl Eintritt):
Werktag Schüler/Erwachsene 300/600:-

Abend & Wochenende 800:-


Freilichtmuseum Grännaberget
1. Jan.-30. April: geschlossen
1. Mai-30. Aug.
Die Häuser sind zu den öffnungszeiten des Cafés offen. Ansonsten kontaktieren Sie bitte das Museum.